Führende japanische Banken und BlackRock schließen sich der Progmat-Initiative zur Digitalisierung des JGB-Repo-Marktes mit einem Sofortabwicklungsmodell an.
In Kürze
Progmat führt über 40 Institutionen an, die tokenisierte japanische Staatsanleihen auf der Blockchain erforschen, mit dem Ziel, eine sofortige Repo-Abwicklung mit Stablecoins zu ermöglichen und eine schnellere institutionelle Kapitalnutzung zu erschließen.

Japanisches Fintech-Unternehmen Programm hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die die Möglichkeit prüft, japanische Staatsanleihen (JGBs) – das wichtigste Finanzinstrument des Landes – auf einer öffentlichen Blockchain zu implementieren. Die heute angekündigte Initiative vereint über 40 Organisationen, darunter BlackRock Japan, große japanische Banken wie MUFG und Mizuho, führende Wertpapierfirmen und vier der renommiertesten Anwaltskanzleien Japans.
Die Grundidee ist einfach: Wenn Institutionen heute mit Staatsanleihen als Sicherheiten Kredite vergeben (sogenannte Repo-Geschäfte), dauert die Abwicklung einen ganzen Geschäftstag. Durch die Umwandlung japanischer Staatsanleihen in digitale Token und den Einsatz von Stablecoins als Gegenleistung könnten beide Teile des Geschäfts sofort – am selben Tag oder sogar innerhalb weniger Stunden – abgewickelt werden. Dies eröffnet die Möglichkeit, sogenanntes „Intraday-Alpha“ zu generieren, wodurch Banken und Fonds ihr Kapital gewinnbringend einsetzen und vor Börsenschluss zurückerhalten können.
„Positionseröffnung und -schließung können am Tag T+0 ausgeführt werden“ – im Vergleich zum aktuellen Standard T+1 ist dies eine bedeutende Veränderung für das institutionelle Treasury-Management.
Dieser Schritt folgt rasanten Fortschritten in anderen Bereichen. Im August 2025 schloss ein Konsortium führender Finanzinstitute eine On-Chain-Repo-Transaktion mit US-Staatsanleihen und dem Stablecoin USDC ab. Im Dezember kündigte die wichtigste amerikanische Clearingstelle (DTCC) Pläne zur Tokenisierung von in Verwahrung befindlichen US-Staatsanleihen an. Weltweit werden aktuell On-Chain-Repo-Geschäfte im Wert von rund 339 Milliarden US-Dollar ausgeführt – eine Zahl, die die Dynamik dieses Marktes verdeutlicht.
Japan repräsentiert rund 10 % des globalen Repo-Marktes, hinkt aber bei der Tokenisierung seiner Staatsschulden hinterher. Die Herausforderung ist teilweise struktureller Natur: Japan verfügt bereits über eine robuste Abwicklungsinfrastruktur, daher muss der Kosten-Nutzen-Effekt eines parallelen digitalen Systems überzeugend sein. Die Studie untersucht rechtliche, steuerliche und technische Hürden verschiedener potenzieller Tokenisierungsmodelle, bevor sie Empfehlungen für das weitere Vorgehen ausspricht.
Die Arbeitsgruppe nimmt diesen Monat ihre Arbeit auf, ein formeller Bericht wird im Oktober 2026 erwartet. Sollten die Ergebnisse positiv ausfallen, strebt Progmat an, noch vor Jahresende reale kommerzielle Emissionsprojekte zu starten.
Progmat treibt seine Infrastrukturstrategie mit der Migration zu Avalanche voran
Die heutige Ankündigung steht im Einklang mit den bereits laufenden umfassenden Infrastrukturmaßnahmen von Progmat. Im Februar dieses Jahres gab das Unternehmen bekannt, seine gesamte Plattform – Japans größte Security-Token-Infrastruktur mit einem verwalteten Vermögen von über 439 Milliarden Yen – vom privaten Corda-Netzwerk auf ein dediziertes Netzwerk zu migrieren. Avalanche Layer-1-Blockchain. Durch diesen Schritt werden tokenisierte Immobilien und Unternehmensanleihen im Wert von über 2 Milliarden US-Dollar auf öffentliche Blockchain-Plattformen übertragen. Die Migration soll bis Ende Juni 2026 abgeschlossen sein.
Die Verschiebung nach Avalanche Progmat bietet Transaktionsabwicklung in Sekundenbruchteilen, Kompatibilität mit dem globalen Ethereum-Entwickler-Ökosystem (EVM) und ein anwendungsspezifisches Netzwerk, das an die japanischen regulatorischen Anforderungen angepasst werden kann. Progmat wickelt derzeit rund 63 % aller Security-Token-Emissionen in Japan ab – damit setzt diese Infrastrukturwahl den technischen Standard für den japanischen Markt für digitale Wertpapiere, der bis Ende 2026 voraussichtlich ein Volumen von über 1 Billion Yen (7 Milliarden US-Dollar) erreichen wird.
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Über den Autor
Alisa, eine engagierte Journalistin bei der MPost, ist spezialisiert auf Krypto, KI, Investitionen und das weitreichende Gebiet von Web3. Mit einem scharfen Blick für neue Trends und Technologien liefert sie eine umfassende Berichterstattung, um die Leser über die sich ständig weiterentwickelnde Landschaft des digitalen Finanzwesens zu informieren und einzubeziehen.
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