Einblicke in die Hack Seasons Konferenz in Cannes: Der Kampf um Stablecoins – die neue Finanzinfrastruktur hat bereits begonnen
In Kürze
Das Panel von Hack Seasons Cannes untersucht Stablecoins als Finanzinfrastruktur und behandelt dabei Regulierung, Akzeptanz, die Rolle im Bankwesen und den Wandel hin zu tokenisierten, globalen Always-On-Zahlungen.

Am 1. April fand in Cannes die neueste Ausgabe der Hack Seasons Conference statt, die hochrangige Experten aus den Bereichen Krypto, Zahlungsverkehr und institutionelle Finanzen zusammenbrachte, um zu erörtern, wie digitale Vermögenswerte in den Mainstream vordringen.
Eine der herausragendsten Veranstaltungen des Tages war die Podiumsdiskussion „Stablecoins als die neue Finanzinfrastruktur“, moderiert von Aleksandra Fetisova, Leiterin der Geschäftsentwicklung bei 1inchDie Diskussion brachte Patrick Hansen von Circle, Konstantins Vasilenko von Paybis, David Durouchoux von SG-Forge und Martin Bruncko von Schuman Financial zusammen, um zu erörtern, wie sich Stablecoins von einem Nischen-Kryptoinstrument zu einer Kernschicht der Finanzinfrastruktur entwickeln.
Die Podiumsdiskussion begann mit dem deutlichen Hinweis, dass Stablecoins kein Experiment mehr sind. Jeder Redner stellte seine Rolle im Ökosystem vor und gab damit den Ton für eine Diskussion vor, die fließend zwischen Regulierung, Verbraucherakzeptanz, Bankeninfrastruktur und der Zukunft des Zahlungsverkehrs wechselte. Von Anfang an war die Botschaft klar: Stablecoins werden zunehmend als praktische Werkzeuge und nicht nur als Handelsware eingesetzt.
Regulierung: Fortschritte, aber immer noch Reibungspunkte
Das Gespräch drehte sich zunächst um die Regulierung, insbesondere um den europäischen Rahmen im Rahmen von MiCA. Patrick Hansen erklärte, dass die regulatorische Klarheit dazu beigetragen habe, einen echten Markt für auf Euro lautende Stablecoins in Europa zu schaffen, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass die Regeln immer noch Reibungsverluste verursachen.
Seiner Ansicht nach stellt der Bedarf an mehreren Lizenzen für dieselbe wirtschaftliche Tätigkeit weiterhin ein Innovationshemmnis dar. Er betonte zudem, dass die Debatte zwischen CBDCs und Stablecoins oft verworren sei: Beide dienten unterschiedlichen Zwecken, wobei Stablecoins als erlaubnisfreies, auf Blockchain basierendes Geld fungierten und der digitale Euro eher eine Funktion des zentralisierten Bankwesens als ein Ersatz für Stablecoin-Systeme sei.
Anschließend verlagerte sich das Gespräch auf die tatsächliche Nutzung von Stablecoins heutzutage. Konstantins Vasilenko beschrieb die Verbraucherseite des Marktes und merkte an, dass Privatanwender häufig über Broker, Wallets und On-Ramp-Plattformen und nicht direkt über Emittenten in den Markt einsteigen. Er verwies auf den Handel, DeFi Er nannte die Beteiligung und die Erzielung von Renditen als gängige Anwendungsfälle im Einzelhandel, hob aber auch die wachsende Bedeutung von Stablecoins in Schwellenländern hervor, wo sie Zugang zu Dollar-Liquidität und eine Absicherung gegen lokale Währungsschwankungen bieten. Im Geschäftsleben stellten sie fest, dass Stablecoins für grenzüberschreitende Zahlungsabwicklungen immer attraktiver werden, insbesondere da immer mehr Unternehmen Vertrauen in regulierte Systeme gewinnen.
David Durouchoux brachte anschließend die Bankenperspektive ein und betonte, dass Banken nicht außerhalb dieses Wandels stehen. Vielmehr fungieren sie zunehmend als Brücken zwischen traditionellem Finanzwesen und web3Für ihn liegt die Herausforderung nicht darin, ob Stablecoins in den Finanzsektor gehören, sondern darin, wie sie sicher, regelkonform und skalierbar in bestehende Systeme integriert werden können. Er argumentierte, dass Banken durch die Verknüpfung von Innovation und Regulierung zum Vertrauensaufbau beitragen müssen, um das Nebeneinander von CBDC-Initiativen und Stablecoin-Ökosystemen zu ermöglichen.
Die nächste Ära: Tokenisierte Finanzierung und sofortige Abwicklung
Martin Bruncko erweiterte den Blickwinkel und argumentierte, dass die Branche in eine zweite Ära der Stablecoins eintritt. Seiner Ansicht nach war die erste Ära vom Kryptohandel und der Dollar-Liquidität geprägt, die nächste Phase hingegen wird von tokenisierten Finanzdienstleistungen, Abwicklung und rund um die Uhr verfügbaren grenzüberschreitenden Zahlungen bestimmt sein. Er betonte, dass Stablecoins ihren vollen Wert erst dann entfalten, wenn Nutzer ohne Einschränkungen durch Banksperren oder Abwicklungsverzögerungen sofort zwischen Fiat- und Digitalgeld wechseln können.
Mit Blick auf die Zukunft teilte das Panel eine überwiegend optimistische Einschätzung. Innerhalb von fünf bis zehn Jahren erwarten sie, dass Stablecoins einen Großteil des Finanzsystems tragen werden, selbst wenn die meisten Nutzer dies nicht bemerken. Der wichtigste Wandel, so die einhellige Meinung, wird darin bestehen, dass Stablecoins unauffällig Teil des alltäglichen Geldverkehrs werden.
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Über den Autor
Alisa, eine engagierte Journalistin bei der MPost, ist spezialisiert auf Krypto, KI, Investitionen und das weitreichende Gebiet von Web3. Mit einem scharfen Blick für neue Trends und Technologien liefert sie eine umfassende Berichterstattung, um die Leser über die sich ständig weiterentwickelnde Landschaft des digitalen Finanzwesens zu informieren und einzubeziehen.
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