Binance-Studie: Illegale Kryptoaktivitäten bleiben unter 1 %, da Blockchain-Rückverfolgbarkeit und Mixer-Limits Geldwäschebemühungen behindern.
In Kürze
Laut Binance Research liegt der Anteil illegaler Kryptoaktivitäten weiterhin unter 1 % des On-Chain-Volumens, während strengere Compliance-Kontrollen und die Rückverfolgbarkeit in der Blockchain die Geldwäsche gestohlener Gelder zunehmend erschweren.

Binance-ForschungDie Abteilung für Marktanalysen und Einblicke der Kryptowährungsbörse Binance hat einen Bericht veröffentlicht, der darauf hinweist, dass illegale Kryptoaktivitäten weniger als 1 % des gesamten On-Chain-Transaktionsvolumens ausmachen.
Dem Bericht zufolge waren im Jahr 2025 noch immer mehr als 75 Milliarden US-Dollar an illegalen Geldern auf Blockchains sichtbar, was einem Anstieg von rund 28 % gegenüber 2024 entspricht. Weiterhin wird festgestellt, dass dieser Geldpool seit 2016 jedes Jahr gewachsen ist, was darauf hindeutet, dass ein zunehmender Anteil krimineller Erträge im Blockchain-Umfeld verbleibt, anstatt vollständig daraus entfernt zu werden.
Der Bericht führt diesen Trend auf einen strukturellen Engpass bei der Geldwäsche zurück. Zwar können illegale Gelder durch das System fließen, doch wird der Prozess ihrer Umwandlung in verfügbares Bargeld zunehmend durch Überwachungsinstrumente und Compliance-Kontrollen eingeschränkt.
Die Überprüfung von Wallets beim Zugriff kann verdächtige Aktivitäten aufdecken, KYC-Verfahren (Know Your Customer) können den Zugriff an Auszahlungsstellen von Börsen blockieren, Stablecoin-Emittenten können Guthaben einfrieren und Strafverfolgungsbehörden können in manchen Fällen Vermögenswerte direkt beschlagnahmen. Zusammengenommen erschweren diese Sicherheitsmaßnahmen es Kriminellen, sich unauffällig aus dem Krypto-Ökosystem zurückzuziehen.
Krypto-Mixer stoßen an Kapazitätsgrenzen, da die Rückverfolgbarkeit von Blockchains die Ermittlungen verstärkt.
Eine weitere Einschränkung ergibt sich aus der begrenzten Kapazität der großen Krypto-Mixer. Laut Bericht können Dienste wie Wasabi und CryptoMixer maximal etwa 10 Millionen US-Dollar pro Tag verarbeiten.
Bei diesem Tempo könnte die Verschleierung von einer Milliarde Dollar an gestohlenen Vermögenswerten mehr als 100 Tage dauern, selbst ohne Berücksichtigung von Transaktionen, die während des Prozesses auffallen könnten. Der Bericht führt dies als Beweis dafür an, dass Geldwäsche-Plattformen keine skalierbare Lösung für die Geldwäsche großer Summen darstellen, sondern lediglich eine begrenzte und unvollkommene Notlösung sind.
Die Analyse unterstreicht zudem die anhaltende Rückverfolgbarkeit von Blockchain-Transaktionen. Mehr als 80 % der illegalen Gelder in der Blockchain verbleiben demnach nicht auf der ursprünglichen, mit der Straftat verbundenen Adresse. Stattdessen werden sie an nachgelagerte Wallets weitergeleitet, die nur ein oder zwei Schritte entfernt liegen. Dennoch wird jede einzelne Transaktion im Ledger protokolliert, sodass Ermittler und Analyseunternehmen die Geldflüsse über verschiedene Adressen hinweg nachverfolgen können.
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass illegale Vermögenswerte zwar beim ersten Kontakt weniger sichtbar sein mögen, die Transaktionsspur selbst aber dauerhaft erhalten bleibt und über spätere Bewegungen nachverfolgt werden kann.
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Über den Autor
Alisa, eine engagierte Journalistin bei der MPost, ist spezialisiert auf Krypto, KI, Investitionen und das weitreichende Gebiet von Web3. Mit einem scharfen Blick für neue Trends und Technologien liefert sie eine umfassende Berichterstattung, um die Leser über die sich ständig weiterentwickelnde Landschaft des digitalen Finanzwesens zu informieren und einzubeziehen.
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